Ab sofort finden Sie die Seamen's Mission Cuxhaven auch bei facebook von: struwe
Piraterie
09.07.10 - 12:10 Uhr
i>Deutsche Seemannsmission befürchtet Eskalation der Gewalt vor Somalia
Der Vorstand der DSM spricht sich ausdrücklich gegen eine Bewaffnung von Seeleuten an Bord von Handelsschiffen aus. Gleichzeitig halten wir die von der IMO als sogenannte „Best Practices“ empfohlenen Maßnahmen, in bestimmten Fällen über bewaffnete Militärs an Bord von Seehandelsschiffen nachzudenken, für keine geeignete Lösung zum Schutz von Seeleuten. Der Vorstand der DSM befürchtet, dass Gewalt gegen Personen (Seeleute) durch (eine wie auch immer geartete) Bewaffnung an Bord nur eskalieren würde. Die Sicherheit der Seeleute muss an erster Stelle stehen. Die DSM begrüßt eine Verlängerung der Mission Atalanta, um deutliche Zeichen in der Region vor Somalia zu setzen, die auch bereits zu spürbaren Ergebnissen geführt haben. Die DSM bittet die Bundesregierung, die EU und die UN, sich deutlich und anhaltend auf politischem Wege für positive Veränderungen der Verhältnisse in Somalia einzusetzen. Um dauerhaft den Seehandelsverkehr durch den Golf von Aden zu gewährleisten, ist Unterstützung zum zivilen Aufbau Somalias unerlässlich. Wir bitten die Reeder, zur Gefahrenabwehr bereits im Vorfeld regelmäßiges Training durchzuführen und zur Wachsamkeit Hilfestellung zu geben, z.B. durch Aufstockung der Besatzung für doppelten Ausguck. Der Vorstand der DSM sieht die Reeder in der Verantwortung im Rahmen ihrer Fürsorgepflicht, Seeleute und deren Angehörige vor und nach potentiell belastenden An- und Übergriffen zu begleiten, beraten und unterstützen.
von: struwe
Onlinespenden
05.07.10 - 11:50 Uhr
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Selbstverständlich schicken wir Ihnen auch auf Wunsch ein Überweisungsformular zu. Bitte teilen Sie uns dies hier mit
von: struwe
Jahresbericht 2009
05.05.10 - 08:58 Uhr
Jahresbericht 2009
Ab sofort steht für Sie unserer Jahresbericht 2009 zur Ansicht und zum Download bereit.
Inner Wheel Cuxhaven spendet 300 Euro für die Seemannsmission
Frau Dr. Helga Freyberger, Vorsitzende des Inner Wheel Club Cuxhaven, hat Diakon Struwe, dem Leiter der Seemannsmission Cuxhaven ein Spende in Höhe von 300,- Euro übergeben, mit der die Betreuung und Beratung von Seeleuten in Cuxhaven unterstützt werden soll. U.a. besucht die Seemannsmission Seeleute an Bord der Schiffe im Cuxhavener Hafen und lädt diese an 3 Abenden der Woche in den Seemannsclub im Grünen Weg ein. Im vergangenen Jahr waren über 1000 Seeleute im Seemannsclub zu Gast.
Der Inner Wheel Club Cuxhaven ist Teil der größten Frauenorganisation der Welt und fördert soziale Einrichtungen in der Region.
Diakon Struwe bedankt sich bei Frau Dr. Freyberger für die Unterstützung
von: struwe
Sonntag der Seefahrt
02.03.10 - 10:12 Uhr
i>Sonntag der Seefahrt ...der Gottesdienst rund um Seeleute und Seefahrt
Sonntag, 7. März 2010, 9.30 Uhr St. Petri-Kirche
Bald ist es wieder soweit. Traditionell möchten wir mit Ihnen am ersten Sonntag im März den „Sonntag der Seefahrt“ feiern. Dazu laden wir Sie herzlich ein. Bitte denken Sie daran, dass in St.Petri bereits um 9.30 Uhr Gottesdienst gefeiert wird. Im Anschluss lädt die St.Petri-Gemeinde zum Kirchenkaffee ein, sodass Gelegenheit für Gespräche und Gedankenaustausch besteht. Wir freuen uns auf Ihr Kommen.
Mitwirkende:
Votum: Dr. Christian W. Flesche Leiter Medico Cuxhaven, Ärztlicher Leiter Krankenhaus Cuxhaven
Predigt: Pastorin Heike Proske Generalsekretärin der Deutschen Seemannsmission e.V.
Chor: Lotsenchor Cuxhaven Leitung Dieter Kirchner
von: struwe
Pressespiegel
14.01.10 - 21:50 Uhr
Pressespiegel 2009
Ab sofort steht für Sie unserer Pressespiegel für das vergangene Jahr zur Ansicht bereit.
Die Seemannsmission Cuxhaven sammelt in diesen Tagen überzählige Kalender für das begonnene Jahr. Wie Seemannsdiakon Struwe mitteilte, werden die Mitarbeiter der Mission auf vielen Schiffen nach Kalendern für das neue Jahr gefragt, da viele Seeleute auf Grund der kurzen Liegezeiten kaum Gelegenheit haben diese an Land zu erwerben. Daher bittet die Seemannsmission, überzählige Kalender im Grünen Weg 25 im Seemannsheim oder im Schleusenpriel 2 im Seemannsamt abzugeben. Diese werden dann von den Mitarbeitern an Seeleute verteilt.
Große Freude an Bord über Kalender
von: struwe
Weihnachtsaktion
08.12.09 - 10:23 Uhr
i>„Weihnachten am Ohr!“ – Die Seemannsmission Cuxhaven startet zum zweiten Mal eine vorweihnachtliche Spendenaktion für Seeleute.
Die Seemannsmission Cuxhaven ruft auch in diesem Jahr dazu auf, Seeleuten aus aller Welt, die in der Weihnachtszeit Cuxhaven anlaufen oder sogar hier verbringen, „Weihnachten am Ohr!“ - Telefonkarten für Gespräche in ihre Heimat zu schenken.
Weltweit sind etwa 2,1 Millionen Seeleute oft monate-lang von Zuhause weg. Weihnachtsgrüße von Ehefrauen und Familienangehörigen konnten die Lieben auf See früher bestenfalls über die Küstenfunkstelle Norddeich Radio erhalten. Norddeich Radio ist Historie, Heute telefonieren die Seeleute direkt mit den Verwandten und Freunden. Nach wie vor ist jedoch die Vereinzelung an Bord, monatelang auf dem Meer zu sein, ohne Familie, Freunde und die heimische Kultur, ein großes Problem. Kurze Liegezeiten in den Häfen, führen die Seeleute als erstes zu einem Telefon, um sich Zuhause zu melden. Auf diese Weise können sie wenigstens etwas aus dem Alltagsleben ihrer Familien miterleben. Freude und Leid über die Geburt eines Kindes oder die Krankheit von Verwandten wird so über Ozeane hinweg geteilt. Mit einer geschenkten Telefonkarte wird Seeleuten eine Brücke vom Land zur See geschlagen! Mit einer 5,-€-Telefonkarte können Polen 125, Russen 100, Phillipinos 40 und Burmesen 14 Minuten mit ihren Familien daheim telefonieren.
Und so kann jeder helfen: Mit dem Kauf von „Weihnachten am Ohr“- Telefonkarten im Wert von 5,- € schenkt der Spender einem Seemann Zeit für ein Gespräch mit seinen Lieben Zuhause.
Die Deutsche Seemannsmission in Cuxhaven bietet diese Karte auch in ihrer diesjährigen Weihnachtsaktion an, nachdem 2008 ca. 60 Karten verteilt werden konnten und es nicht nur von den beschenkten Seeleuten hieß: „Gute konkrete Hilfe!“
Die Seemannsmission Cuxhaven bietet Seeleuten aus aller Welt und allen Kulturen ein Stück „Heimat in der Fremde“. Ihr Leitwort ist „support of seafarers’ dignity“ – „Unterstützung und Hafen der Würde von Seeleuten“.
Die Telefonkarten können direkt im Seemannsheim im Grünen Weg 25 erworben werden oder sie können für eine Karte auf mit dem Stichwort "Weihnachten am Ohr" auf folgendes Konto spenden: Sparkasse Cuxhaven, BLZ 24150001, Konto Nr.: 113118
von: struwe
Neuer Vorsitzender im OK
05.11.09 - 20:25 Uhr
Rudolf Rothe neuer Vorsitzender des Ortskomitees der Seemannsmission
Rudolf Rothe, Direktor der Staatlichen Seefahrtsschule Cuxhaven ist vom Ortskomitee der Seemannsmission Cuxhaven zum Vorsitzenden gewählt worden. Rothe, der seit 2002 dem Ortskomitees der Seemannsmission angehört, übernimmt das Amt von Gerd Frerichs, der bis zum letzten Jahr Geschäftsstellenleiter der Sparkasse Altenwalde war. Rudolf Rothe dankte Gerd Frerichs für die von ihm geleistete Arbeit. In die Zeit seines Vorsitzes fiel u.a. das 100 jährige Jubiläum der Cuxhavener Mission im vergangenen Jahr, das die Arbeit in Cuxhaven an verschiedensten Stellen in den Blick der Öffentlichkeit brachte. Das Ortskomitee unterstützt die Arbeit der Seemannsmission Cuxhaven und berät die Finanzen der Station.
Rudolf Rothe und Gerd Frerichs
von: struwe
Fernsehtipp
30.10.09 - 09:41 Uhr
Seemannsmission Cuxhaven im ZDF Länderspiegel
Am Samstag dem 31.10.09 um 17.05 Uhr im ZDF "Länderspiegel" soll u.a. ein Bericht über Das Freiwillige soziale Jahr gezeigt werden. Teile davon sind mit unserer derzeitigen Mitarbeiterin Anna-Sofie Gerth, im Seemannsclub und an Bord gedreht worden. Ich würde mich freuen wenn der Beitrag einen kleinen Ausschnitt aus unserer Arbeit vermitteln könnte, vielleicht haben Sie ja Zeit die Sendung zu verfolgen.
von: struwe
Großzügige Kollekte
27.09.09 - 15:21 Uhr
Meerbuscher Konfirmanden besuchen Seemannsmission
Im Rahmen ihrer Konfirmandenfreizeit in Duhnen, ließen sich 66 Konfirmanden aus Meerbusch im Rheinland von Seemannsdiakon Martin Struwe über die Arbeit der Seemannsmission und das Leben und die Schwierigkeiten an Bord von Schiffen informieren. Vorbereitet auf den Besuch hatten die Konfirmanden sich mit einem Seefahrtsgottesdienst in ihrer Heimatgemeinde. Bereits seit 18 Jahren besteht eine Partnerschaft zwischen der Kirchengemeinde Büderich und der Cuxhavener Seemannsmission. Während des Treffens überreichten Pastor Pahlke und einige Konfirmanden Diakon Struwe Kollekten in der beachtlichen Höhe von 3017,13 Euro.
Einige Konfirmanden überreichen Diakon Struwe die Kollekte
von: struwe
Internationale Sportwoche
15.09.09 - 11:57 Uhr
Philippinischer Seemann gewinnt Dartturnier in der Seemannsmission
Beim erstmals in der Seemannsmission Cuxhaven veranstalten "Mission-Cuxhaven-Dart-Cup 2009", der im Rahmen der internationalen Sportwoche der Deutschen Seemannsmission ausgetragen wurde, war der philippinische Seemann Billy Redado von der MS Helgoland erfolgreich.
Zufriedene Teilnehmer des ersten Darts-Turniers im Seemannsclub Cuxhaven
Hintergrund: Die Deutsche Seemannsmission führt in Ihren 16 Stationen im Inland und in 17 Stationen im Ausland weltweit vom 6.-13.9.2009 ihre alljährliche Sportwoche für Seeleute durch. Der Sportkoordinator der Seemannsmission Diakon Jörg Pfautsch (Antwerpen), merkte hierzu an:""Sport dient der Regeneration und fördert die Anerkennung auf See und an Land. Gerade in Zeiten der ökonomischen Krise ist sportliche Betätigung gut für Körper und Seele jedes Menschen". Er betonte im Fokus der diesjährigen Aktivitäten stünden die Crews, der wegen der Wirtschaftskrise aufliegenden Schiffe. Sie würden zum Teil seit Monaten auf Ladung warten und daher wäre eine Veränderung des eintönigen Tagesablaufs sehr willkommen.... Isolation ist nicht nur auf den Schiffen, die ohne Beschäftigung aufliegen sondern häufig auch innerhalb der Crews, die in Fahrt sind, ein Problem. Sport bietet den Seeleuten die Chance, durch ein Gemeinschaftserlebnis und Kontakte zu lokalen Mannschaften aus den Häfen der Vereinsamung entgegen zu wirken", so Pfautsch. Der faire Wettstreit als Alternative zum verbissenen Kampf. Da werden der Rang an Bord oder die Nationalität zur Nebensache und der Spaß an der Bewegung, sowie die Anerkennung der sportlichen Leistung zur Hauptsache. So können sie sich körperlich fit machen bzw. fit halten. Das ist besonders an Bord wichtig, denn ein fitter Seemann ist auch ein sicherer Seemann!"
von: struwe
Mitarbeiterwechsel
28.08.09 - 16:31 Uhr
Goodbye Jann! Hello Anna!
Im Rahmen einer Grillparty mit Seeleuten von vier verschiedenen Schiffen, wurde der bisherige Zivildienstleistende Jann Gärtner verabschiedet und Anna-Sofie Gerth als diakonische Helferin begrüßt.
Nach 12 Monaten als Zivildiensleistender im Freiwilligen sozialen Jahr bei der Seemannsmission Cuxhaven verabschiedete sich der Cuxhavener Jann Gärtner bei Seeleuten, Bewohnern und Mitarbeitern mit einer zünftigen Grillfeier. Ein Jahr lang war Jann im Seemannsheim und vor allem an Bord der Schiife in Cuxhaven für die Seemannsmission tätig. Seemannsdiakon Martin Struwe bedankte sich bei Jann für seine tatkräftige Unterstützung, die weit über das normale Maß eines Zvildienstes hinausgegangen sei. Um so mehr freute er sich, dass Jann die letzten zwei Wochen seines Dienstes vor allem dazu genutzt hat, seiner Nachfolgerin, der gebürtigen Hannoveranerin Anna-Sofie Gerth die für die kommenden 12 Monate ihr freiwilliges soziales Jahr absolviert, "seinen" Hafen und ihr neues Arbeitsfeld näherzubringen. Mit der 21 jährigen Anna-Sofie Gerth absolviert erstmals eine Frau einen Freiwilligendienst bei der Seemannsmission Cuxhaven. Auf vielen Schiffen wurde dies schon mit großer Freude zur Kenntnis genommen.
Jann Gärtner und Anna-Sofie Gerth
von: struwe
Piraterie
25.06.09 - 10:42 Uhr
Piraten : Bedrohung auf See
Die Deutsche Seemannsmission (DSM) startet unter dem Namen “Piraten: Bedrohung auf See” ein Aktions-Programm, um Seeleuten in der Gefahr der modernen Piraterie zur Seite zu stehen und über den Alltag von Seeleuten aufzuklären. Mit 400 Standorten weltweit verfügen die internationalen Seemannsmissionen über Anlaufstellen in fast allen wichtigen Häfen. Die Seemannsmission ist damit international der Verbund, der die meisten Kontakte mit Seeleuten und damit auch die meisten Erstkontakte mit von Piraterie betroffenen Seeleuten hat. Das neue Aktions-Programm hilft sowohl Seeleuten, die bereits Angriffen ausgesetzt waren, als auch Seeleuten, die gefährdete Gewässer befahren. Da die Abfahrts- und Ankunftshäfen häufig weit entfernt von den Problemzonen liegen, ist ein weltweites Netzwerk notwendig, um die Seeleute zu erreichen. Dies kann derzeit nur die Seemannsmission bieten. Auch in den Häfen Deutschlands laufen Schiffe mit Betroffenen ein. Die Deutsche Seemannsmission hat Anlaufstellen in 16 deutschen Häfen und darüber hinaus 17 Aus-landsstationen in bedeutenden Häfen. Sie ist damit ein wichtiger Impulsgeber im internationalen Dachverband der christlichen Seemannsmissionen (ICMA). Auf der Internetseite www.bedrohung-auf-see.de sind Berichte von Betroffenen und Mitarbeitern der Deutschen Seemannsmission zu finden. Dort kann auch direkt gespendet werden. Die Deutsche Seemannsmission bittet um Unterstützung, da die weltweite Notfallseelsorge und das Engagement zur Stressbewältigung sich nicht selbst tragen.
„Piraten : Bedrohung auf See“ – helfen wir den Seeleuten
Verstärkung der Besuche an Bord Seeleute trifft man zunehmend häufig nur an Bord, wegen immer kürzerer Liegezeiten der Schiffe und Sicherheitszonen in den Häfen. So verhindert der International Ship and Port Facility Security Code (ISPS), dass sich Seeleute frei bewegen können. Die Mitarbeitenden der Seemannsmission dürfen in die Sicherheitszonen hinein und gehören in den Häfen zu den wenigen Besuchern, die an Bord kommen. Nur im direkten Gespräch erhält man Hinweise, ob Crewmitglieder traumatisiert sind oder andere Probleme vorliegen. Die Benachrichtigung über Piratenangriffe durch Reedereien unterbleibt häufig. Die Besuche an Bord sollen im Hinblick auf die Piratenproblematik verstärkt werden.
Ausweitung der Schulung in Krisenintervention Die Mitarbeitenden der Seemannsmission sind erfahren im Umgang mit vielsprachigen Besatzungen, deren täglichen Problemen und der Vermittlung von Hilfe. Dies umfasst auch Seelsorge und Krisenintervention. Im Rahmen von „Piraten : Bedrohung auf See“ werden die Mitarbeitenden der Deutschen Seemannsmission verstärkt geschult und auf Hilfen für diebetroffenen Seeleute vorbereitet.
Aufbau von lokalen Kompetenz-Netzwerken Um schnell und unbürokratisch helfen zu können, erweitert die Seemannsmission in den Häfen ihre lokalen Kompetenz-Netzwerke, um bei Erstkontakten mit Piratenopfern Spezialisten und praktische Hilfe zu vermitteln. Der Wunsch der Deutschen Seemannsmission ist es, das Wissen um Trauma-Behandlung nach Piratenüberfällen in einem Kompetenzzentrum zu sammeln.
Politische Forderungen Die Deutsche Seemannsmission setzt sich gemäß ihres Leitspruches „support of seafarers’ dignity“ in weltweiten Gremien für die Würde der Seeleute ein. Dabei wird das Recht auf Unversehrtheit an Leib und Seele betont. Diese Forderung muss so friedlich und nachhaltig als möglich durchgesetzt werden. Dies hieße, vor allem bei den Ursachen der Piraterie anzusetzen und diese zu beseitigen. Anrainerstaaten in allen betroffenen Weltregionen, nicht nur am Horn von Afrika, müssen in die Lage versetzt werden, Piraten aufhalten und ihnen alternative Lebensperspektiven bieten zu können. Darüber hinaus sollte neben der Abwehr von Angriffen auch die Nachsorge für betroffene Seeleute einen höheren Stellenwert erhalten. Dieser Aspekt spielt in der bisherigen Diskussion keine Rolle.
„Piraten : Bedrohung auf See“ Informationsveranstaltungen Mit einer Reihe von Veranstaltungen wird die Deutsche Seemannsmission über die Hintergründe der modernen Piraterie aufklären und zeigen, an welchen Stellen Seeleute und Reedereien betroffen sind. Die Mitarbeitenden der Deutschen Seemannsmission zeigen dabei den Alltag von Seeleuten. Die Wirklichkeit entspricht nicht den Vorstellungen vieler Menschen. Leben und Arbeiten an Bord ist z.B. rauer und professioneller als häufig vermutet. Seeleute erfüllen eine wichtige Funktion für unsere Gesellschaft. Sie verdienen unseren Respekt, unsere Hilfe und unseren Schutz.
Lagebericht Piraterie Auf der Internetseite www.bedrohung-auf-see.de kann ab sofort der „Lagebericht Piraterie der Deutschen Seemannsmission“ kostenlos abonniert werden. Er berichtet über aktuelle Ereignisse, zeigt Hintergründe zum Leben an Bord und lässt Seeleute zu Wort kommen. Auf der Seite www.bedrohung-auf-see.de sind weitere Informationen zu dem Aktions-Programm zu finden. Die Deutsche Seemannsmission bittet um Spenden, um das Programm weltweit von: struwe
Historie
23.06.09 - 12:30 Uhr
Broschüre zur Geschichte der Seemannsmission
tas. – Im vergangenen Jahr feierte die Seemannsmission Cuxhaven ihr 100-jähriges Bestehen. Der neue Leiter, Seemannsdiakon Martin Struwe, hielt dazu im Herbst 2008 einen viel beachteten Vortrag in der Reihe Forum Maritim im Fischereimuseum. Aus dem Manuskript machte Werner Jakobeit, Mitglied des Fördervereins Schifffahrtsgeschichte und früherer Lehrer an der Cuxhavener Realschule, eine Broschüre, die vor kurzem fertig geworden ist. Die Kosten dafür trug der Autor allein. Zehn Exemplare des Heftes, das in der Reihe „Schriften aus dem Fischereimuseum“ erschienen ist, schenkte Jakobeit kürzlich der Cuxhavener Seemannsmission, zehn weitere sind im Fischereimuseum zum Preis von fünf Euro erhältlich. Die Broschüre trägt den Titel „100 Jahre Seemannsmission Cuxhaven“. Anfragen unter 04721/665262. Cuxhavener Nachrichten 23.06.2009 von: struwe
Neuer Öffnungstag
12.05.09 - 10:58 Uhr
Club nun auch donnerstags geöffnet
Um der gestiegenen Nachfrage gerecht zu werden, ist die Seemannsmission im Grünen Weg ab sofort auch donnerstags von 19-22 Uhr geöffnet.
In den ersten drei Monaten dieses Jahres haben fast 300 Seeleute die beiden wöchentlichen Öffnungsabende genutzt um Zeit im Seemannsclub zu verbringen. Fast alle Besucher wurden von der Seemannsmission kostenlos von Bord abgeholt und und zurückgebracht. Neben dem wichtigen Kontakt in die Heimat via Internet und Telefon, wird von den Gästen vielfach die Gelegenheit genutzt, um mit Kollegen von anderen Schiffen oder mit Mitarbeitern der Mission ins Gespräch zu kommen. Grade für die Menschen von Bord der Auflieger ist die Sorge um die berufliche Zukunft ein drängendes Thema.
Der Seemannsclub ist nun montags, dienstags und donnerstags von 19-22 Uhr geöffnet, an anderen Tagen ist dies nach Verabredung möglich.
Viele Seeleute nutzen den Internetzugang im Seemannsclub
von: struwe
Jahresbericht 2008
22.04.09 - 10:56 Uhr
Jahresbericht 2008
Ab sofort steht für Sie unserer Jahresbericht 2008 zur Ansicht und zum Download bereit.
Vom Boom in die Krise: Weltweite Rezession stürzt Seeleute in Existenzängste
Bremen/Hamburg (epd). Die meisten Türen an Bord der "K-Storm" sind fest verschlossen. Wie ein Geisterschiff dümpelt der erst kürzlich von der Rolandwerft an der Unterweser abgelieferte noch nagelneue Containerfrachter im Bremer Industriehafen. Nur ganz oben auf der Brücke regt sich etwas. Seit knapp vier Monaten wacht dort der erste Offizier Mate Pavlenko über Radar, Fernschreiber und E-Mail. Ladung gibt es nicht, das Schiff ist arbeitslos.
Und wenn es so weiter geht mit der Wirtschaftskrise, ist es der Ukrainer Pavlenko auch bald. Noch vor einem Jahr war Frachtraum ein begehrtes Gut. Seeleute waren gefragtes Personal. Nun stürzt die globale Rezession Männer wie Pavlenko in massive Existenzängste. Das Londoner Analysehaus Lloyd's MIU meldete in der Vorwoche weltweit rund 450 Schiffe, die keine oder nicht genügend Fracht haben. Während in den nächsten Jahren noch tausende Schiffsneubauten in Fahrt kommen sollen, geht die Schere zwischen Flottenwachstum und Containerumschlag bei massiv eingebrochenen Charterraten weiter auf. Mehr als 90 Prozent aller Waren werden über die Meere transportiert. Und wo weniger Güter nachgefragt werden, werden eben auch weniger Frachter gebraucht.
Weltweit seien derzeit Schiffe mit einer Stellkapazität von rund 1,1 Millionen Containern nicht ausgelastet, sagt der Hamburger Schiffsfinanz-Experte Torsten Wagner. Die Konsequenz sind sogenannte "Auflieger": Schiffe, die ohne Aufträge in Häfen bleiben. Wer wie die fünfköpfige Notcrew auf der "K-Storm" über einen Anleger Land erreicht, kann da noch von Glück sagen. "Viele Schiffe liegen mitten im Hafenbecken und können nur mit einer kleinen Barkasse, einem Wassertaxi, versorgt werden", sagt der Generalsekretär der Deutschen Seemannsmission in Bremen, Hero Feenders. "Aber jede Barkasse kostet."
So wächst sich die weltweite Wirtschaftskrise für eine steigende Zahl von Seeleuten nicht nur in Häfen wie Bremen, Bremerhaven, Hamburg, Cuxhaven und Emden zur unfreiwilligen Gefangenschaft an Bord aus. Auf Anker- und Warteplätzen in der Deutschen Bucht und vor Helgoland sieht es noch schlechter aus. "Die Crew sieht in der Ferne Land, kann aber nicht von Bord. Die sind psychisch angeschossen", meint der Cuxhavener Seemannsdiakon Martin Struwe. Manchmal kommen die Schiffe für kurze Zeit an die Kaje, um Treibstoff und Proviant zu bunkern. In Struwes Seemannsclub ist dann wenigstens für wenige Stunden Tapetenwechsel angesagt.
Das Containerschiff Aglaia liegt seit Oktober am Steubenhöft in Cuxhaven. Mangels Beladung ragt der Frachter so hoch aus dem Wasser, dass der Wulstbug sichtbar ist. Auflieger wie diesen gibt es derzeit weltweit in fast allen Seehäfen. Die Mannschaften bangen um ihre Jobs. Foto: DSM Cuxhaven
International ist die Situation nicht anders. So liegt vor Singapore eine Armada von Schiffen und wartet auf Fracht. Die Männer, die Motoren und Instrumente betriebsbereit halten, kommen selten an Land. "Die Isolation ist dramatisch", betont Feenders und wird vom Bremerhavener Seemannsdiakon Dirk Obermann bestätigt: "Das birgt Konfliktpotential, wenn die Leute ohne Landgang eng aufeinander hocken und die Arbeit ausgeht."
Beschäftigte der Deutschen Seemannsmission wie Obermann und der Bremer Seemannspastor Peter Bick versuchen, den so dringend notwendigen Draht zur Außenwelt nicht abreißen zu lassen. Bick bringt Pavlenko eine neue Zeitung aus der Ukraine und kommt mit ihm ins Gespräch. Ladung sei nicht in Sicht, bedauert der Offizier und versucht sich in sein Schicksal zu fügen: "Das ist das Leben." Ähnlich geht es derzeit auch etlichen philippinischen Seeleuten, die weltweit etwa die Hälfte der Mannschaften an Bord stellen. Einer von ihnen ernährt mit seinem Verdienst oft große Familien. Doch keiner klage, sie seien "sehr tapfer", berichtet Diakonin Corinna Dohotariu aus dem Hamburger Seemannsclub "Duckdalben". "Ihr Problem ist jetzt auch, dass sie nun keine Überstunden mehr machen können, die beim Verdienst aber fest eingeplant sind. Das geht an die wirtschaftliche Existenz." Obermann schätzt den "Overtime"-Anteil auf etwa 50 Prozent des Bruttolohns.
"Die Männer stehen mit dem Rücken an der Wand", warnt Bick. Auch in osteuropäischen Ländern wie der Ukraine fielen Seeleute ohne Job ins Nichts. "Die Arbeitslosigkeit ist hoch, die Sozialsysteme kollabieren, die Kriminalität steigt." Trotz der Krise hofft Mate Pavlenko auf neue Fracht und neue Touren, zählt darauf, dass ihn die Schiffseigner in Hamburg weiter beschäftigen und seinen Kontrakt verlängern. Denn zu Hause warten Frau und zwei Kinder auf seinen Lohn, um zu überleben.
von: Dieter Sell (epd)
Menschen nicht aus den Augen verlieren
10.03.09 - 14:24 Uhr
Auch Seefahrer brauchen ein Stück Geborgenheit / „Sonntag der Seefahrt“ in der St.-Petri-Kirche
mr. – „Der Sonntag der Seefahrt, ach, da geh’ ich immer gern hin.“ Diese Einschätzung einer Besucherin teilten gestern viele Gleichgesinnte. Viele Gläubige und der Seefahrt Verbundene feierten gestern auf Einladung der Seemannsmission in der St.-Petri-Kirche einen Gottesdienst rund um Seeleute und Seefahrt – diesmal unter dem Kirchentagsmotto „Mensch, wo bist Du?“
Seemannsdiakon Martin Struwe hielt die Lesung, die in Erinnerung rief, wie Adam und Eva vom Baum der Erkenntnis aßen und sich vor Gott versteckten, als er rief: „Mensch, wo bist Du?“ (1. Mose 3, 1-11), auf Englisch und auf Deutsch. Adams und Evas Verhalten wertete Susanne Wendorf-von Blumenröder – sie ist Superintendentin in Bremerhaven und stellvertretende Vorsitzende der Seemannsmission in der Landeskirche Hannover – in ihrer Predigt nicht als Sündenfall, sondern als Schritt der Persönlichkeitsentwicklung mit dem Wunsch, die Welt in ihren Zusammenhängen erforschen zu wollen – so wie es auch die Seefahrer wollten und wollen. „Mensch, wo bist Du?“ sei auch in der Seefahrt heute bisweilen eine berechtigte Frage, wenn Gewinn und Verlust in den Vordergrund rückten. Sie appellierte jeden, einzuhalten und zu überlegen, wie er über die Transportwege unserer Konsumgüter nachdenkt und was ihm wie viel wert ist. Stelle man in der Eingangsfrage nur ein Wort um und frage „Wo bist du Mensch?“, so werde schnell deutlich, dass Geborgenheit ohne Angst vor Gewalt, Unterdrückung und finanzieller Not die wichtigste Rolle spiele – Werte, die auch den Seeleuten weltweit zu wünschen seien.
„Aber es gibt auch ein Leben abseits der stolzen Containerriesen“, darauf hatte Hans-Peter Zint, Geschäftsführer bei Rhenus-Cuxport, den Martin Struwe für das Votum gewonnen hatte, schon zuvor betont. Die Lebensbedingungen an Bord seien sehr unterschiedlich, mitunter menschenunwürdig.
Gefährliches Geschäft Dennoch sei die Schifffahrt eine großartige kulturelle Leistung, die die Menschheit geprägt habe. Daher gelte es auch, an diesem Tag die Schifffahrt zu ihrer Sache gemacht hätten. Eine gefährliche Aufgabe bis in heutige Zeiten: 2008 wurden 293 Überfälle von Piraten auf Handelsschiffe gezählt, bei denen 889 Seeleute als Geiseln genommen, 42 entführt und elf getötet wurden; 21 sind noch immer vermisst. Im vergangenen Jahr wurden in der Seefahrt 674 Tote und 494 Vermisste gezählt. Ihrer gedachten die Gottesdienstbesucher gestern.
Der Lotsenchor Cuxhaven (Foto) unter der Leitung von Dieter Kirchner und Kirchenmusiker Jürgen Sonnentheil begleiteten den „Sonntag der Seefahrt“ musikalisch. Foto: Reese-Winne
mr. – Cuxhavener Nachrichten 02.03.2009 von: struwe
Sonntag der Seefahrt
18.02.09 - 16:05 Uhr
i>Sonntag der Seefahrt ...der Gottesdienst rund um Seeleute und Seefahrt „Mensch wo bist Du?“
Sonntag, 1. März 2009, 9.30 Uhr St. Petri-Kirche
Bald ist es wieder soweit. Traditionell möchten wir mit Ihnen am ersten Sonntag im März den „Sonntag der Seefahrt“ feiern. Dazu laden wir Sie herzlich ein. Diesmal steht der Gottesdienst unter dem Motto: „Mensch wo bist Du?“ Bitte denken Sie daran, dass in St.Petri bereits um 9.30 Uhr Gottesdienst gefeiert wird. Im Anschluss lädt die St.Petri-Gemeinde zum Kirchenkaffee ein, sodass Gelegenheit für Gespräche und Gedankenaustausch besteht. Wir freuen uns auf Ihr Kommen.
Mitwirkende:
Votum: Hans-Peter Zint Geschäftsführer Cuxport
Predigt: Superintendentin Susanne Wendorf – von Blumenröder Bremerhaven
Chor: Lotsenchor Cuxhaven Leitung Dieter Kirchner
von: struwe
Pressespiegel
Resource id #3
Pressespiegel 2008
Ab sofort steht für Sie unserer Pressespiegel zur Ansicht bereit.
"NVC fokussierte auf seiner Dezemberveranstaltung 100 Jahre Seemannsmission Cuxhaven "
100 Jahre Seemannsmission Cuxhaven - „100 Jahre Arbeit für Seeleute und deren Familien“, wie es Jürgen Feldmann, Vorsitzender des Nautischen Vereins Cuxhaven (NVC), eingangs formulierte. Anlaufstelle für alle Konfessionen, „praktische Unterstützung in der Fremde“, ob für E-mail oder Briefwechsel nach Hause oder einfach einen Schlafplatz, das waren und sind Seemannsheime, erläuterte der Cuxhavener Schifffahrtsseelsorger Martin Struwe dann genauer. Ihn und seine Kollegen Horst Borrieß aus Datteln und Werner Strauß, jetzt im Ruhestand, aber in Singapur tätig gewesen, hatte der NVC als Redner zur vorgestrigen Vortragsveranstaltung gebeten. Diese fand, von „Simply Swing“ untermalt, zum zweiten Mal im Captain Ahab‘s statt - dem passenden Ambiente für maritime Veranstaltungen. Struwe beleuchtete dabei die hiesige Geschichte: So habe sich das erste Seemannsheim nahe des Tonnenhofes, das zweite von 1921 bis in die 1970er in der Deichstraße befunden, bevor dann das Ehepaar Karge im Grünen Weg übernahm. In den Seemannsheimen, so Struwe.
habe es Hauseltern gegeben, denn das Schlimmste für die Seeleute war das Heimweh. Diesen Hauseltern, aber auch den Seelsorgern - und das betonten auch die anderen beiden Redner – wurde und wird viel Vertrauen entgegengebracht: „Manchmal werden wir gebeten, Geld von deren Konten abzuheben. Wir erhalten die Karte - und oft genug sogar die PIN-Nummer.“ Besuche an Bord gehören zur Arbeit des Seelsorgers. „Wir hören zu; erübrigen Zeit für die, die keine Zeit haben“, meinte Werner Strauß dazu, und Struwe unterstrich: „Kürzere Liegezeiten, verschiedene Nationalitäten an Bord, verschärfte Kontrollen bei Landgängen - das verändert die Atmosphäre an Bord.“ Aber auch die Flussschifffahrt benötige Seelsorger, betonte Horst Borrieß, der am „Kanalknotenpunkt“ in Datteln tätig ist: „Auch die Europäer haben Heimweh.“ - Ein großes Thema für die Schifffahrtsseelsorger ist Piraterie. „Das ist jetzt so ein Modethema. Da gibt es T-Shirts und Taschen mit Piratenmotiven, nicht nur für Kinder. Das wird so verharmlost, man sollte sich bewusst machen, das waren und sind Verbrecher!“, ereiferte sich Martin Struwe. Pastor Werner Strauß wusste näheres zu berichten: „Die Strait of Malaga war schon immer gefährlich, aber Mitte der 1990‘er wurde es richtig schlimm. Die Piraten waren immer besser informiert, sodass die Kapitäne reagieren mussten. Sie postierten Wasserwerfer oder zogen Stromdrähte ums Schiff. In einem Fall wurden Kapitän und Leitender Ingenieur eines Schleppers gefangengenommen. Die kamen zwar frei, waren aber schwersttraumatisiert; der Ingenieur starb früh. Das ist ja das Schlimmste - die Ungewissheit, das Ausgeliefertsein.“ Sollen Schiffe also bewaffnet fahren? - Keine gute Idee, befand Struwe: „Das führt nur zu mehr Brutalität. Als der Frieden mit der Regierung kam, war Piraterie in der Strait of Malaga kaum noch ein Problem.“ Etwas anderes aber treibt ihn um: „Immer geht es dabei um den Handel oder Versicherungen. Aber da an Bord sind Menschen!“ Somit appellierte er auch an die Reeder: „Kümmert euch um eure Seeleute.“
Präsente von Jürgen Feldmann (r.) für (v.l.) Horst Borrieß, Werner Strauß und Martin Struwe
Finden Sie hier den Artikel aus der Elbe Weser Aktuell vom 10.12.2008
von: Jann
Vortrag im NVC
08.12.08 - 11:38 Uhr
i>Seemannsmission heute beim NVC
In der Vorweihnachtszeit wird die Arbeit der Seemannsmission intensiver wahrgenommen.
Anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Seemannsmission in Cuxhaven widmet der Nautische Verein Cuxhaven seine Adventsveranstaltung am heutigen Montagabend im Captain Ahab’s Club (Beginn: bereits um 19 Uhr!) der Arbeit von Diakon Martin Struwe und seiner Kollegen in den Häfen der Welt.
Neben der menschlichen Fürsorge geht auch um praktische Hilfe, wie im Falle des honduranischen Seemanns der kürzlich in Höhe Altenbruch in die Elbe gestürzt war. Nachdem er glücklich gerettet worden war, kümmerte sich die Seemannsmission um den Verletzten und versorgte ihn unter anderem mit trockener Kleidung. Schließlich musste der Seemann seinem Schiff nachreisen, das seine Reise nach Brasilien fortgesetzt hatte.
Neben Struwe wird Horst Borrieß von seinen Erfahrungen als Diakon in der Flussschifffahrt auf dem Rhein berichten.
Für den musikalischen Rahmen des Abends sorgen Fiet Andres und die Band „Simply Swing“. tas. – Cuxhavener Nachrichten 08.12.2008 von: struwe
Piraterie
07.11.08 - 16:30 Uhr
i> "ICMA-Vorstand verabschiedet
Resolution über Piraterie"
(Hongkong) Als Reaktion auf aktuelle Piratenübergriffe vor der Küste Somalias und in anderen Regionen der Welt hat der Vorstand der "International Christian Maritime Association" (ICMA) am 29. Oktober 2008 in Hongkong folgende Resolution beschlossen.
Die ICMA
- ist alarmiert über die aktuellen Übergriffe und die Entführungen von Schiffen vor der Küste Somalias. Sie machen die Gewalt deutlich, die durch Piraterie und bewaffnete Übergriffe auf Schiffe gegen Seeleute und Fischer dort und in anderen Teilen der Welt ausgeübt wird,
- ist zutiefst beunruhigt über die schwerwiegenden und dauerhaften Folgen, die durch Piraterie und gewaltsame Übergriffe für Seeleute und Fischer und deren Familien entstehen, wenn sie Opfer solcher Angriffe geworden sind,
- beklagt, dass Seeleute und Fischer, die Opfer von Piraterie und bewaffneter Übergriffe geworden sind, und ihre Familien ohne angemessene Seelsorge, einschließlich qualifizierter Beratung nach den Übergriffen sich selbst überlassen bleiben,
1. missbilligt alle Piratenübergriffe und bewaffnete Überfälle auf Seeleute und Fischer;
2. fordert alle Staaten zur Zusammenarbeit untereinander und mit relevanten internationalen Organisationen auf und ihre Bemühungen, Piraterie und gewaltsame Überfälle auf Seeleute und Fischer zu verhindern, mit der maritimen Wirtschaft zu koordinieren;
3. fordert die IMO (International Maritime Organisation) und die ILO (International Labour Organisation) auf, Richtlinien für Reeder zu entwickeln, die Seeleuten und Fischern, die Opfer von Piraterie und gewaltsamen Überfällen auf See geworden sind, bei der Verarbeitung der Erlebnisse helfen;
4. ruft alle Staaten und interessierte Organisationen einschließlich der IMO, der ILO und maritimer Verbände zur Zusammenarbeit auf, um ein Beratungszentrum für Reeder, Seeleute und Fischer aufzubauen, in dem spezialisierte Beratung, medizinische Versorgung und andere notwendigen Angebote für Opfer von Piraterie und gewaltsamen Übergriffen auf See bereit gehalten werden;
5. verspricht die Zusammenarbeit und Unterstützung der oben genannten Initiativen zur Bereitstellung von Hilfs- und Unterstützungsmassnahmen von Seeleuten und Fischern, die Opfer von Piraterie und gewaltsamen Übergriffen auf See geworden sind. i>
Unter dem Dach der ICMA mit ihrem Generalsekretariat in London arbeiten nach eigenen Angaben 27 christliche Organisationen in 126 Ländern zusammen. Sie setzen sich mit fast 1.000 Seelsorgern in 526 Zentren weltweit für die Belange von Seeleuten ein. Die Arbeit wird vielfach aus Kirchensteuern bezahlt. Dazu kommen freiwillige Schiffsabgaben der Reeder, Spenden sowie Hilfen der Internationalen Transportarbeiter-Gewerkschaft ITF.
von: struwe
Kampf gegen Piraterie
06.10.08 - 19:36 Uhr
"Kampf gegen Piraterie braucht internationale Standards"
Der diesjährige Weltschifffahrtstag steht ganz im Zeichen des 60-jährigen Jubiläums der IMO (International Maritime Organisation), einer Einrichtung der UNO. Die Deutsche Seemannsmission (DSM) ist dort durch die ICMA (International Christian Maritime Association) ebenfalls vertreten und wird in den Beratungen als Beisitzer gehört. Das Hauptziel der IMO ist es, internationale Standards für Seeleute und ihre Sicherheit an Bord zu definieren, zu vereinbaren und durchzusetzen.
Der Generalsekretär der Deutschen Seemannsmission, Pastor Hero Feenders (unten) sagte gestern dazu: "Das ist besonders in diesen Tagen aktuell. Vermehrt werden Schiffe von Piraten überfallen und deutsche Reeder sind davon auch betroffen. Seeleute brauchen deshalb Fürsprecher an Land, die ihre Interessen wahrnehmen und vertreten, während sie selbst auf See sind. Durch die regelmäßigen Besuche an Bord in 17 Häfen weltweit und 16 Häfen in Deutschland erfahren wir sehr direkt und ungeschminkt, wie sich das Leben der Seeleute an Bord verändert und unter welchen Bedingungen die Arbeit geschieht. Durch die Ausarbeitung und Formulierung von internationalen Übereinkommen gelingt es der IMO, die Interessen der Seeleute zu schützen und deren Sicherheit zu erhöhen. Daher erscheint es lohnenswert, ebenso wie bei der Umsetzung des ISPS-Code, kurzfristig internationale Übereinkommen zu treffen, um die Piraterie zu unterbinden." Eine solche Maßnahme könne das Wohl der Seeleute an Leib und Seele schützen und dafür stehe die DSM mit ihrem selbst formulierten Auftrag support of seafarers' dignity, so Feenders weiter.
„Die Zeit hat sich verändert, unsere Ziele aber nicht!“
Martin Struwe blickte im Forum Maritim auf 100 Jahre Seemannsmission
dm. – Als Seemannsdiakon Martin Struwe am Mittwochabend in seinem Vortrag 100 Jahre Seemannsmission Cuxhaven zusammenfasste, saß unter den Besuchern eine Zuhörerin, die selbst ein Teil dieser Geschichte war: Käte Sasse, einst Hausmutter des Cuxhavener Seemannsheims an der Deichstraße.
Auch zu dieser letzten offiziellen Jubiläumsveranstaltung hatte Käte Sasse nicht die Reise aus ihrem heutigen Wohnsitz Straußberg bei Berlin gescheut, um dabei zu sein. Und sicher kam auch kurz Wehmut auf, als sie das große Foto mit ihrem im vergangenen Jahr verstorbenen Mann Horst erblickte, als beide im April 1966 das Hauselternpaar Puppe im Seemannsheim abgelöst hatten. Bereits vor dem Jahr 1908, als Hans Derliehn als Hausvater die Leitung des Seemannsheim an der Woltmannstraße übernommen hatte, war von Fischereidirektor Friedrich Duge das Komitee zur Errichtung eines derartigen Hauses gegründet worden. „Unsere Seemannsmission ist im Grunde genommen also älter als 100 Jahre“, stellte Diakon Struwe gleich zu Beginn seines einstündigen Vortrags im Fischereimuseum „die Zahlen richtig“.
Seemannsmission eng mit der Fischerei verbunden
In Bild und Wort wurde die stets mit der Fischerei eng verbundene Geschichte des Seemannsheims und der Seemannsmission geschildert. Da ging es nicht nur um Daten und Fakten, sondern auch um lebendige Geschichten über dubiose Geschäfte zwischen Schlaf und Heuerbaas, von chinesischen Seeleuten, die ihre Stäbchenverwalter und Köche mitbrachten oder handfesten Auseinandersetzungen unter harten Männern von Kuttern- und Fischdampfern. „Die Zeit hat sich verändert, das Ziel der deutschen Seemannsmission nicht“, gab Martin Struwe auch einen Einblick in seine heutige Arbeit, die sich oft auf den Besuch auf Frachtschiffen beschränken muss. „Bei den kurzen Liegezeiten ist meist an Landgang nicht zu denken, außerdem sind wir am jetzigen Standort im Grünen Weg zu weit von den Schiffen entfernt“, beklagte er. „Wir brauchen einen Standort im Hafen, nah an Cuxport und Steubenhöft, dort, wo wir hingehören.“
Thomas Sassen, Vorsitzender des Fördervereins Schifffahrtsgeschichte Cuxhaven (links), dankte Seemannsdiakon Martin Struwe (vorn) für seinen lockeren, interessanten Vortrag. Foto: Meisner
Text und Foto: Dieter Meisner
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von: Janis
100 Jahre Festgottestdienst
18.08.08 - 16:07 Uhr
Stimmungsvoller Gottesdienst zum Jubiläum der Seemannsmission
ters. – Die bereitgestellten Stuhlreihen reichten nicht aus, als sich eine große Gemeinde am Sonntagmorgen zum Festgottesdienst auf dem Ballin-Platz traf.
Der Kirchenkreis hatte dazu aus Anlass des 100-jährigen Bestehens der Seemannsmission in Cuxhaven eingeladen, folgerichtig begann der Gottesdienst mit „Lobe den Herren“ in der maritimen Version. Musikalisch begleitet vom Posaunenchor Altenwalde und dem Lotsenchor Cuxhaven gestalteten Seemannsdiakon Martin Struwe, Rudolf Rothe als Leiter der Seefahrtschule, W. Zinnow, Pastor W. Gerke, Superintendentin Almuth von der Recke und der Generalsekretär der Seemannsmission, Pastor Heiko Feenders, Liturgie und Predigt zum Thema „Zu neuen Ufern...“, wobei sie an die Geschichte der „Seel- und Leibsorge“ für Seeleute ebenso erinnerten wie an die aktuellen Herausforderungen in der Betreuung.
100 Jahre Festgottesdienst der Deutschen Seemannsmission Cuxhaven bei "open ship"
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von: Janis
100 Jahre Festgottesdienst bei "open ship"
18.08.08 - 16:00 Uhr
Seemannsmission feiert Gottesdienst auf Steubenhöft cn/tas. – Einen Open-Air-Gottesdienst veranstaltet die Seemannsmission Cuxhaven im Rahmen der Veranstaltung „Open Ship 2008“ aus Anlass ihres 100-jährigen Bestehens. Der Gottesdienst beginnt am Sonntag, 17. August, um 10 Uhr auf dem Steubenhöft. Er wird unter dem Motto „Zu neuen Ufern“ stehen. Der Generalsekretär der Deutschen Seemannsmission, Pastor Hero Feenders, wird die Predigt halten. Die musikalische Begleitung übernehmen nach Auskunft des Veranstalters der Lotsenchor Cuxhaven und der Altenwalder Posaunenchor.
Während der Veranstaltung „Open Ship“ informiert die Seemannsmission Cuxhaven außerdem an einem Stand auf dem Lentzkai über ihre Arbeit. Daneben wird bereits seit Wochen mit einer Jubiläums-Ausstellung auf die besonderen Aufgaben und Rahmenbedingungen der seelsorgerischen Arbeit für Seeleute hingewiesen. An verschiedenen Stellen wie öffentlichen Einrichtungen, Kaufhäusern und Museen sind insgesamt zehn verschiedene Stelen zu sehen, auf denen exemplarisch einzelne typische Seeleute mit ihrem Bezug zur Seemannsmission vorgestellt werden.
(Foto: Sassen)
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von: Janis
Stelen
04.07.08 - 12:32 Uhr
Ab heute (04. Juli 2008) wird die Stele, die bis jetzt im Krankenhaus positioniert war, einen neuen Standort erhalten. Dieser ist:
HELIOS Seehospital Sahlenburg
Nordheimstraße 201 27476 Cuxhaven
Wir freuen uns über die schnelle und Problemlose Zusammenarbeit mit der Einrichtung und freuen uns auf die zweite Hälfte der Ausstellung!
Finden Sie hier weitere Informationen über unsere Ausstellung. von: Janis
Festgottesdienst
18.06.08 - 15:34 Uhr
Am 17. August 2008 um 10 Uhr findet der Festgottesdienst zum 100 jährigen Bestehen der Deutschen Seemannsmission Cuxhaven im Rahmen von "Open Ship" auf dem Steubenhöft statt. Alle sind herzlichst dazu eingeladen! Hier ein Zeitungsartikel zu Open Ship und dem Festgottesdienst der Seemannsmission Cuxhaven. (Cuxhavener Nachrichten vom 18.06.08) von: Janis
Ausstellungseröffnung
18.06.08 - 15:09 Uhr
Den Seeleuten eine Anlaufstelle bieten
Ortsverband der Deutschen Seemannsmission feiert 100-jähriges Bestehen / 10 Stelen in der Stadt geben „dem Seemann“ ein Gesicht tas. – Es war die Sorge um das Wohl der schnell wachsenden Zahl an Seefischern, die Friedrich Duge 1908 veranlasste, für die Gründung eines Seemannsheims zu sorgen. Damit gab er den Anstoß für den Aufbau der Seemannsmission in Cuxhaven, die am Dienstag ihr 100-jähriges Bestehen in den Räumen der Stadtsparkasse in der Rohdestraße feierte. Vorsitzender Gerd Frerichs und der neue Leiter der Station, Diakon Martin Struwe, freuten sich über die Beteiligung und die vielen Geschenke und guten Wünsche. „Mit der Heimat im Herzen umfahren wir die Welt“, sang der Lotsenchor Cuxhaven und gab damit das Motto, unter dem die Arbeit der Seemannsmission bis heute steht: den Seeleuten aus aller Welt Anlauf- und Hilfestelle sein. Mit einer besonderen Ausstellung in Form von zehn mobilen Aufstellern (gefertigt von NPorts) möchte die Seemannsmission daran erinnern, dass die Arbeit der Seeleute die Grundlage der internationalen Handelsbeziehungen ist. 95 Prozent aller Importwaren kommen heute mit dem Schiff. Einige der über eine Million Seeleute kommen mehr oder weniger regelmäßig auch nach Cuxhaven. Meist sprechen sie die deutsche Sprache nicht, sind Fremde in einem fremden Land, einer fremden Kultur, wenn sie überhaupt Zeit für einen Landgang haben. Hier setzt die Arbeit von Seemannsdiakon Martin Struwe und seinem Kollegen an. Sie wollen ein wenig Hilfe und Orientierung in praktischen wie in seelsorgerischen Fragen geben. „Seeleute im Blick“ heißt deshalb auch die Ausstellung. Sie besteht aus zehn Stelen, auf denen mit Foto und kurzem Text je ein Seemann bzw. auch eine Seefrau mit Funktion und persönlichem Hintergrund kurz vorgestellt werden. In den nächsten Wochen werden die Cuxhavener an Stellen auf diese Aufsteller stoßen, die etwas mit den Seeleuten und ihrer Arbeit zu tun haben, wie zum Beispiel das Krankenhaus, der real-Markt und der Elektro-Markt Bening, die Stadtsparkasse, die Stadtbibliothek, die Oliva-Buchhandlung, das Fischerei- sowie das Wrackmuseum, die St.-Petri-Kirche und das Eiscafé Liebeley. Unter den Gratulanten waren neben Direktor Ralf-Rüdiger Schwerz von der SSK (der einen Scheck von 500 Euro überreichte) auch Vertreter der Deutschen Seemannsmission aus Bremerhaven und vom Rhein sowie ein Offizier des Bergungssschleppers Oceanic, der einen Rettungsring des Schleppers für das Heim im Grünen Weg überreichte. Dies möchte der neue Diakon so schnell wie möglich gegen eine neue Anlaufstelle in der Baudirektor- Hahn-Straße eintauschen.
Das Interesse am Start zur Ausstellung „100 Jahre Seemannsmission in Cuxhaven“ war groß. Vertreter zahlreicher Vereine und Institutionen nahmen am Festempfang in der SSK teil. Fotos: Sassen
Sie halfen Diakon Martin Struwe (4.v.r.) und Ortskomitee-Vorsitzendem Gerd Frerichs (2.v.r.) bei der Umsetzung der Ausstellungsidee.
Zur Person Käte Sasse, Hausmutter im ehemaligen Seemannsheim „Hotel Kaiserhof“, war wegen der Feier anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Seemannsmission in Cuxhaven aus Straußberg bei Berlin angereist. Von 1966 bis 1973 hat sie das Haus für die Seeleute in der Deichstraße zusammen mit ihrem Mann, dem damaligen Seemannsdiakon, geleitet. Das Seemannsheim befand sich damals in jenem respektablen Hotelgebäude, das in den 1970er Jahren abgerissen wurde, um dem Parkplatz vom Hochdonner Platz zu machen.
An ihre Zeit als Hausmutter im Seemannsheim erinnert sich Käte Sasse noch ganz genau. „Damals haben wir jeden Tag 120 Essen im Speisesaal ausgegeben. Da kamen nicht nur Seeleute zu uns zum Essen, weil es so besonders preisgünstig war.“ Das Seemannsheim im „Kaiserhof hat von 1921 bis 1973 bestanden. Nach dem Abriss trat zunächst eine Pause ein. Den Neuanfang leitete 1978 das Ehepaar Hans-Jürgen und Ingeborg Karge ein, das das heutige, sehr viel kleinere Seemannsheim im Grünen Weg einrichtete. Nach den Vorstellungen des neuen Seemannsdiakons Martin Struwe soll dieses Heim mangels Nachfrage aufgelöst und stattdessen eine Anlaufstelle in der Nähe des Cuxport-Terminals geschaffen werden. Über die bewegte Geschichte der Seemannsmission in Cuxhaven wird Struwe in einem Vortrag am 3. September (Beginn: 19.30 Uhr) in der Reihe Forum Maritim im Fischereimuseum berichten. Alle Interessierten sind dazu herzlich eingeladen.
Seemannsmission in Cuxhaven besteht seit 100 Jahren
Cuxhaven (epd). Bevor Cuxhavens Seemannsdiakon Martin Struwe mit seinem Bus zu Schiffsbesuchen startet, geht er ins Internet. Auf einer speziellen Seite kann er minutengenau sehen, welches Schiff mit welcher Besatzung gerade den Hafen anläuft oder bereits angelegt hat. Vor 100 Jahren, als das erste Seemannsheim am nördlichsten Punkt Niedersachsens seine Pforten öffnete, war der Bordbesuch nur auf gut Glück möglich.
"95 Prozent unserer Importwaren kommen über das Meer", sagt Struwe, der die evangelische Seemannsmission in Cuxhaven seit gut einem Jahr leitet.
"Seeleute arbeiten an sieben Tagen in der Woche oft monatelang fernab von Heimat und Familie, damit wir gut versorgt sind", beschreibt der Diakon die Situation der Menschen an Bord. Für sie hält er das Cuxhavener Seemannsheim am Grünen Weg 25 offen, besucht Schiffe und organisiert praktische Hilfen, wie sie beispielsweise bei Krankenhausaufenthalten nötig sind.
Heute ist Cuxhaven eine von 16 Inlands- und 17 Auslandsstationen im weltweiten Netz der Deutschen Seemannsmission. Die Geschichte des Anlaufpunktes an der Mündung der Elbe in die Nordsee ist eng mit der Entwicklung der Fischindustrie in Cuxhaven verknüpft. 1908 gründete der Direktor des örtlichen Seefischmarktes, Friedrich Duge, das "Komitee zur Errichtung eines Seemannsheimes in Cuxhaven". Bald wurde das "Hafen Hotel" angemietet und am 4. Juli 1908 als Seemannsheim mit Lesezimmer, auselternwohnung und Logierräumen mit zwölf Betten eröffnet.
Hafenbehörden und Reeder richteten im Haus sogar eine Heuerstelle ein, um unseriösen Geschäftemachern zu begegnen, die unerfahrene Seeleute vermitteln und ausbeuten wollten. Wie heute gehörten auch damals die Bordbesuche zu den wichtigsten Aufgaben. 1909 wurden bereits knapp 1.100 Schiffe besucht, 9.100 Gäste nutzten das Lesezimmer und 514 Seeleute verbrachten fast 3.600 Nächte im Heim. Das Heuerbüro vermittelte 1.352 Seemänner.
Bald war der Platz zu eng. 1921 kaufte die Mission das ehemalige Hotel "Kaiserhof" in der Cuxhavener Deichstraße und richtete dort Zimmer mit 52 Betten ein. 1941 beschlagnahmte die NS-Wehrmacht das Seemannsheim. Nach dem Krieg wurden Vertriebene einquartiert. Wirtschaftliche Schwierigkeiten führten später zu einer Zwangspause. Im März 1978 gab es schließlich einen Neustart im Grünen Weg mit einigen Betten und einem Treffpunkt für Seeleute. "Neben den Begegnungen sind vor allem günstige Telefonate in die Heimat und der Internetzugang gefragt", berichtet Struwe.
Im vergangenen Jahr besuchte er auf 418 Schiffen fast 1.300 Seeleute. Im Seemannsheim gab es mehr als 1.400 Übernachtungen. Zum Jubiläum hat Struwe zusammen mit dem Oldenburger Grafiker Bernhard Weber eine Ausstellung geschaffen, die an zehn Orten in Cuxhaven über den Alltag an Bord informiert. "Kurze Liegezeiten und strenge Sicherheitsbestimmungen in den Häfen machen das Leben schwer", erläutert Struwe und sagt, worauf es ihm genauso wie den Gründungsvätern vor 100 Jahren ankommt: "Wir wollen den Seeleuten ein Zuhause in der Fremde bieten."
von: Von Dieter Sell (epd)
„Seeleute im Blick“
27.05.08 - 18:20 Uhr
Anläßlich ihres einhundertjährigen Jubiläums möchte die Seemannsmission Cuxhaven an verschiedenen Orten der Stadt Menschen an Land mit dem Alltag von Seeleuten in Berührung bringen.
Hierfür wurden zehn Stelen konzipiert, die jeweils in Bezug zum Ausstellungsort stehen. Die Seemannsmission Cuxhaven bedankt sich ausdrücklich bei den Unternehmen und Einrichtungen, die sich bereit erklärt haben, in Ihren Räumlichkeiten eine Stele auszustellen.
Die Ausstellung wird am Dienstag, den 10. Juni in der Stadtsparkasse eröffnet. von: Janis
An anderen Tagen nach Absprache
Busservice nach telefonischer Absprache:
Tel.: 04721 / 56120
mobil: 0160 / 950 75 842
Einträge in unser Gästebuch:
"Cool place with hospy nice guy working and helping seafarers. Nice Place!"
- Crew of "MV ATLANTICO DUE"
"A nice and very accommodating place. Good hospitality and warm welcome, we received. It's nice to have/ go in this place, we were given the opportunity to call home, to speak with our family. Working in a ship for a long time is somewhat exhausting but through the seamen's mission we were able to go out of the ship and forget somehow the hectic schedule we have in our profession. We find contentment & friendly welcome in seamen's mission and we hope you guys will continue the good work."
- Crew of "MV HOPE BAY"
We all have been here like home, we met here god + friendly persons, who can be called our friends.